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MgV 2013/06/08 Rüdesheim

Nach nur ein paar Monaten stand die nächste Mitgliederversammlung ins Haus. Oliver Stange und seine Frau Christina hatten sich bereits in Leverkusen bereit erklärt die nächste Mitgliederversammlung zu organisieren. Schon im September war alles in trockenen Tüchern! Vorab: Superorganisation! VIELEN DANK OLIVER und CHRISTINA!!!

Am Freitag trudelten die Nilpferdfreunde nach und nach im Parkhotel in Rüdesheim ein. Das Hotel war genau der Standard in dem sich ein Nilpferdfreund wohlfühlt, so hörte ich. Die Zimmer klein, aber sauber und mehr als schlafen wollten wir da ja sowieso nicht. Auch die Zimmer nach vorne heraus waren gut genug gedämmt, so dass man den immerwährenden Güterzugverkehr gut verkraften konnte. Einzig von einer Person ist mir zu Ohren gekommen, deren Zimmer zu nah am Aufzug lag, und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass genau das einem den letzten Schlaf rauben kann. Daher wurde in diesem Falle auch noch kurzfristig ein anderes Hotel bezogen. Das tat aber der allgemein sehr guten, wenn auch etwas spannungsgeladenen Stimmung keinen Abbruch mehr. Auch der hohe Rheinpegel, der manch einen zu einer wunderschönen Fahrt durch die Weinberge gezwungen hatte, konnte unsere Stimmung nicht dämpfen.

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Der Freitagabend begann mit einem Rundgang durch Rüdesheim. Oliver, mit Trillerpfeife vorneweg, zeigte uns die berühmte Drosselgasse, ein enges Gässchen mit gemütlichen Wirtshäusern und Weinstuben wohin man nur gucken konnte. Auch der ebenso bekannte “Rüdesheimer Kaffee” wurde überall angeboten. Nach dem netten kurzen Rundgang durch Rüdesheim-City, trafen wir uns alle auf den Rheinterrassen des Hotels. Leckeres Essen und guter Wein, sowie süffiges Bier wurde von uns vertilgt. Auch das Preis-Leistungsverhältnis war so, dass wir alle zufrieden waren. Der Rüdesheimer Kaffee, den ich am Ende des Abends noch probiert hatte, war aussergewöhnlich gut, was möglicherweise sowohl an der Örtlichkeit, aber auch an der tollen Erläuterung des Kellners gelegen haben mag – meine Tischnachbarn werden das sicherlich bestätigen.
Müde wurde der Abend gegen 22:30 Uhr beendet, denn schon am nächsten Morgen um 10:00 Uhr sollte es weiter gehen.

Am Samstag trafen wir uns vor dem Hotel und gingen gemeinsam zur Talstation der Rüdesheimer Seilbahn. Diese schaffte alle Nilpferdfreunde problemlos in einer wunderschönen Bergfahrt zur Bergstation in der Nähe des berühmten Niederwall-Denkmals. IMG_2410 Dieses wurde in strahlendem Sonnenschein von allen Seiten bewundert, bevor wir uns in Richtung Bergstation des Sessellifts Assmannshausen aufmachten. Diesen Weg nahmen die meisten zu Fuß. Eine kleine Wanderung von 3-4 km. Diejenigen, die sich sputeten und dann auch sofort den Sessellift nach Assmannshausen enterten, um sich todesmutig ins Tal zu stürzen, hatten Glück, denn ein Gewitter war im Anmarsch und verbot dem Großteil der Nilpferdfreunde eine gemütliche Sessellift-Bergabfahrt. Das führte dazu, dass sich manch müder Nilpferdfreund per Pedes ins Assmannshausenertal begab. Einige fuhren auch mit dem Großraumtaxi. Der Zeitplan musste ja einigermaßen eingehalten werden, denn im Anker, einem unglaublichen Restaurant, bei dem schon der Gang zur Toilette eine Reise wert war, wartete bereits das, am Abend vorher ausgesuchte, Mittagessen auf uns. Die Qualität des Ganzen war zum Teil sehr gut, zum Teil etwas touristisch. Die Preise waren an der oberen Grenze.
Oliver hatte noch so manche gelungene Überraschung für uns parat. Er hatte Nilpferde gebastelt und diese mit Glücksnummern versehen. Geheimnisvoll rief er uns ins Separée. In großen alten Weinfässern, die durchaus gemütlich waren – einige sprachen vom Rotlichtmilieu – fast alle hatten sich den Kopf gestoßen – aber sehr nett war es in jedem Fall – bekamen wir verschiedene Weine zum Probieren kredenzt. In der Zeit in der die Gäste soffen – äh – probierten, wurden Glückszahlen gewürfelt und jeder, dessen Nilpferd die Zahl zeigte, bekam eine gute Flasche Wein geschenkt. Tolle Aktion am Fuße der Loreley! :-)

Im Anschluss an das Essen im Anker und der Abschlussverlosung des Nilpferdes warteten die Nilpferdfreunde auf das Abfahren des Schiffes zurück nach Rüdesheim, denn das Highlight des Wochenendes stand ja noch an. Das Buffet…    … mag für einige das Highlight gewesen sein…   …ich meine jedoch die Mitgliederversammlung, der eigentliche Grund unseres Treffens. Vor der Mitgliederversammlung ehrte Uli traditionsgemäß das Parkhotel als nilpferdfreundlichstes Hotel Rüdesheims.
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Die Mitgliederversammlung, nach dem guten Buffet, war dann weniger spannend, als gedacht. Nach routinierter Begrüßung und mindestens ebenso routiniertem Kassenbericht, wurde Uli Behm zum Wahlleiter berufen. Er baute keine unnötige, wenn auch vielleicht notwendige, Spannung auf und nominierte, nach Entlastung des alten Vorstandes, sehr schnell die im Vorfeld doch noch gefundenen neuen Kandidaten. So gingen die Wahlen gewohnt locker und schnell über die Bühne. Zum ersten Vorsitzenden stellte sich Lothar Aurich zur Wahl. Da er anscheinend als einziger nicht total von sich überzeugt war, wurde er mit einer, nämlich seiner, Enthaltung nicht ganz einstimmig als erster Vorsitzender gewählt. Die anderen Neuen wurden dann einstimmig  gewählt, denn in Adenauermanier wählten sie sich total überzeugt auch selbst. So wurde Dieter Braun zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden und Inga Behm zur neuen Kassiererin gewählt. Toll! Der Club ist gerettet, die Nilpferdfreunde bestehen weiter! Das hob die ohnehin gute Stimmung so sehr, dass der neue Vorstand nicht umhin kam mal einen auszugeben. Leckere Getränke wurden gereicht.

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(Der neue Vorstand (v.l.): 1. Vorsitzender Lothar Aurich,
Kassiererin Inga Behm und 2. Vorsitzender Dieter Braun)

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Lothar machte uns schnell klar, dass es nicht so weiter geht wie bisher, denn das war mit ein Grund warum der alte Vorstand nicht mehr weiter machen wollte. Die Aufgaben, die ohnehin gar nicht so umfangreich sind, müssen auf verschiedene Schultern verteilt werden. Wie bisher erklärte ich mich bereit mich um die Medien zu kümmern. Damit sind zwei Ausgaben der Nilpferdnachrichten pro Jahr und die Internetseite gesichert. Die Mitgliederversammlungen sollen, wie schon zwei Mal von Oliver, in Zukunft von Mitgliedern gestaltet werden, die eine gute Idee haben. Dies kann auch mal ganz anders sein als bisher. Der Anspruch immer wieder toppen zu müssen, sollte auch nicht da sein.

Eigentlich sind wir Nilpferdfreunde doch sehr genügsam, oder? Ein nettes Abendessen, ein gemütliches Hotel und vielleicht ein Ausflug in den Tierpark oder auch eine Schifffahrt reichen uns doch, oder? Wichtig ist die Zusammenkunft und das miteinander Quatschen. Also habt keine Angst, organisiert ein Hotel und ein kleines Rahmenprogramm (Stadtführung, Zoobesuch, Spaziergang o.ä.) und schon ist jeder Nilpferdfreund zufrieden!
Wir hielten uns nach der Mitgliederversammlung auf den Terrassen des Hotels auf und unterhielten uns. Gegen 23:00 Uhr ging für uns das schöne Wochenende mal wieder viel zu schnell vorüber. Da wir auf einem Campingplatz übernachteten, konnten wir auch am nächsten Morgen nicht mehr mit den Nilpferdfreunden frühstücken. Ich hoffe, dass alle gut nach Hause gekommen sind, und dass sich bald jemand meldet der uns eine schöne Zeit im nächsten Jahr organisieren möchte. Ich würde mich sehr freuen auch mal andere Teile Deutschlands zu entdecken, z.B. in Niedersachen, Schleswig Holstein oder auch in den “neuen” Bundesländern!

Traditionell das Gruppenbild, das wir dieses Jahr wieder organisieren konnten:
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(Euer Axel)